Was für ein Abend! Eben einmal ganz anders. „Von der Klassik bis zum Pop“, so lautete das Motto der Auftaktveranstaltung zur Gründung eines modernen Chores am 12. Mai in der Tullahalle in Maximiliansau. Dieser Abend sollte die Bandbreite der Chormusik veranschaulichen, sollte zeigen, „was alles möglich ist“, erklärte der Vorsitzende der Sängervereinigung Maximiliansau, Heinz Heimbach. So gestalteten der Männer- und Frauenchor der Sängervereinigung zusammen mit den mamas&papas aus Rheinzabern und der Solistin Domino Gehred O’Connell diesen besonderen Abend.

Die drei Chöre – allesamt unter der Leitung von Elisabeth Fraundorfer – zeigten ihr ganzes Können und begeisterten das Publikum. Die Gastgeber präsentierten Stücke aus der traditionellen Chormusik. Der Frauenchor gab Titel wie „Rosenzeit“ und „Liebe ist unendlich“ zum Besten, die Männer Stücke aus den Opern „Der Waffenschmied“ von Albert Lortzing und „Ernani“ von Giuseppe Verdi. Gemeinsam brillierten die beiden Chöre mit dem Lied „Jerusalem“ von Fritz Ihlau. Bemerkenswert ist außerdem: Elisabeth Fraundorfer ist erst seit Juli 2011 Chorleiterin in Maximiliansau – Hut ab, vor der Leistung der Chorleiterin und der Chöre!
Die mamas&papas erweiterten das Spektrum der Chormusik mit traditionellen afrikanischen Klängen, Titeln wie „Hey Jude“ von John Lennon und Paul McCartney, „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury und verschiedenen A-Capella-Interpretationen wie beispielsweise Herbert Grönemeyers „Alkohol“. Das mit Spannung erwartete Finale brachte alle drei Chöre mit „Gabriellas Lied“ gemeinsam auf die Bühne. In dieser Formation war das Stück eine Premiere – und ein voller Erfolg! Das Lied aus dem Film „Wie im Himmel“ musste auf Wunsch des Publikums gleich zweimal gesungen werden.
Zu den Höhepunkten des Abends zählten natürlich auch die Soloauftritte der Sopranistin Domino Gehred O'Connell, die mit ihrer wundervollen Stimme die Herzen des Publikums eroberte. Mit Titeln wie „Stormy Weather“ oder „I’ll follow my secret heart“ entführte sie die Zuhörer in die Welt der Jazzmusik und des Musicals. Leider wird sie die mamas&papas im Juni verlassen und in ihre Heimat, die USA, zurückkehren.

Besondere Erwähnung verdienen zweifellos auch die Musiker, die dieses Konzert mit ihren Instrumenten mitgestaltet haben: Ae-Lin Kang am Piano, Daniel Fleischmann am Schlagzeug und Harald Laudenbach an E-Bass und Diembe.
Freudig strahlende Gesichter, ein harmonisches Miteinander, freundliche Gesten und gegenseitige Anerkennung – davon war dieser Abend vor und vor allem nach dem Konzert geprägt. Zu der guten Stimmung hat sicher auch das tolle Publikum beigetragen, das so zahlreich erschienen war. Das Experiment, mit Musik eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, war am 12. Mai in der Tullahalle gelungen. Es wäre schön, wenn sich recht viele für den neuen modernen Chor begeistern würden, damit diese Idee sich fortsetzen lässt. Was alle drei Chöre sicherlich sofort bestätigen könnten: Bei Elisabeth Fraundorfer muss sich niemand verstecken! Sie ist eine äusserst versierte Chorleiterin und weiss genau, wie sie ihre Schützlinge motiviert und aus der Reserve lockt.